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Wärmedämmung und Haustypen

Der durchschnittliche Heizenergieverbrauch der Wohngebäude in Deutschland beträgt rund 220 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Das entspricht dem Energiegehalt von 22 Litern Heizöl oder 22 Kubikmetern Erdgas. Der größte Teil dieses Verbrauchs lässt sich durch eine bessere Wärmedämmung sowie durch effiziente Fenster einsparen. 

Neubauten, die nach der derzeitig gültigen Energieeinsparverordnung gebaut werden, verbrauchen etwa noch 70 bis 80 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Doch eine wesentlich bessere Bauweise ist möglich: Bei so genannten Passivbauten beträgt der Heizenergiebedarf nur noch 15 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Neben einer sehr guten Wärmedämmung aller Bauteile sowie hocheffizientne Fenster verfügen diese Gebäude über eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Diese Lüftungsanlage sorgt dafür, dass die Wärme der Abluft (also der Luft, die aus dem Gebäude herausgepumpt wird) an die Frischluft (Zuluft) übertragen wird. Dadurch werden Wärmeverluste beim Lüften weitgehend vermieden. 

Diese Häuser werden „passiv“ genannt, weil der überwiegende Teil des Wärmebedarfs aus „passiven“ Quellen gedeckt wird. Unter passiven Quellen versteht man z.B. die Sonneneinstrahlung, die Abwärme von Personen und technischen Geräten. Passivhäuser zeichnen sich durch einen hohen Wohnkomfort bei gleichzeitig sehr niedrigem Energieverbrauch aus. Auch bei der guten Sanierung von Gebäuden kann der Passivhausstandard erreicht werden.

Werden Passivhäuser zusätzlich noch mit einer größeren Solaranlage zur Stromerzeugung bestückt, so kann man erreichen, dass das Gebäude mehr Energie produziert als es verbraucht. In solchen Fällen wird auch von Plusenergie-Häusern gesprochen.

Weitere Infos unter: www.plusenergiehaus.de

Heizkennwerte im Vergleich (Quelle: Institut Wohnen und Umwelt, Energiesparinformationen Nr. 3)

Wie kann der Nutzer einer Wohnung selbst zu einem geringeren Energieverbrauch beitragen? 

Ein beträchtlicher Teil der Wärmeverluste einer Wohnung entfällt auf die Heizkörpernischen, da dort die Wände in der Regel dünner sind. Ist der Abstand zwischen Heizkörper und Wand ausreichend, kann der Nutzer Heizkörperdämmplatten hinter den Heizkörpern auf die Wand kleben. Diese Dämmplatten gibt es in Stärken von 2 bis 10 cm. Für eine Drei-Zimmerwohnung muss mit Kosten von ca. 25 bis ca. 50 Euro gerechnet werden. Wenn der Wohnungseigentümer klug ist, wird er diese Kosten dem Nutzer der Wohnung gerne erstatten.
Wenn in einem Wohngebäude die Verteilleitungen, die vom Heizkessel in die bewohnten Räume bzw. Wohnungen führen, in nicht beheizten Räumen verlaufen und nicht gedämmt sind, so führt dies zu hohen Wärmeverlusten. Hier sollten die Möglichkeiten einer nachträglichen Wärmedämmung genutzt werden, zumal dies auch von der gültigen Energiesparverordnung gefordert wird. In diesem Falle sollte der Mieter den Vermieter ansprechen.