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Arten der Wasserbereitung

Warmwasser wird in den Haushalten auf unterschiedliche Weise bereitet. Die Erwärmung kann dezentral bei den einzelnen Zapfstellen oder zentral über den Heizkessel erfolgen. 

Die dezentralen Geräte werden meist mit Strom oder Gas betrieben. 

Bei den strombetriebenen Geräten unterscheidet man Elektrospeicher und Elektrodurchlauferhitzer. Beim elektrischen Durchlauferhitzer fallen keine Verteilverluste und auch keine Stand-by-Verluste an. Allerdings erfordern diese Geräte eine hohe elektrische Anschlussleistung, weil das Wasser während des Durchlaufens auf die gewünschte Temperatur gebracht werden muss. 

Der Elektrospeicher (meist 5 oder 10 Liter-Speicher) ist in der Regel in der unmittelbaren Nähe der Zapfstelle installiert, so dass hier kaum Verteilverluste anfallen. Allerdings weisen diese Speicher Wärmeverluste auf, so dass im Tagesablauf ständig nachgeheizt wird, damit das Wasser die gewünschte Temperatur beibehält. Diese Stand-by-Verluste kann man dadurch reduzieren, dass z.B. der Warmwasserboiler mit einer Zeitschaltuhr für die Zeiträume abgeschaltet wird, in denen er nicht gebraucht wird. Eine andere Möglichkeit zur Stromeinsparung besteht durch die Nutzung eines so genannten Thermostoppschalters der leicht bedienbar angebracht ist. Dabei wird der Speicher nur aufgewärmt, wenn der Schalter betätigt wurde. Der kleine Nachteil ist dabei, dass man einige Minuten warten muss, bis das Warmwasser mit der gewünschten Temperatur verfügbar ist. 

Die Herstellung von Strom in konventionellen Kraftwerken sehr energieaufwändig. Technisch bedingt gehen in einem Großkraftwerk konventioneller Bauart rund zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie verloren und nur ein Drittel der eingesetzten Energie kommt als Endenergie in Form von Strom beim Endverbraucher an. Deshalb hat die elektrische Warmwasserbereitung generell eine sehr schlechte Energiebilanz und ist häufig auch mit hohen Kosten verbunden, da Strom teurer ist als andere Energieträger.

Wesentlich besser schneiden die erdgasbetrieben Durchlauferhitzer ab. Jedoch sind die Investitionskosten für die gasbetriebenen Warmwasserbereitungssysteme wesentlich höher als für die elektrischen Warmwasserbereiter. Dafür sind die Betriebskosten deutlich günstiger: Während für eine Kilowattstunde Strom heute etwa 20 Cent bezahlt werden müssen, kostet die Kilowattstunde Gas etwa 8 Cent.

Zentrale Warmwasserbereitung hat den Nachteil, dass bei dem langen Weg des Warmwassers vom Kessel bzw. Warmwasserspeicher zur Zapfstelle relativ viel Wärme verloren geht. Bei alten Ölkesseln kommt erschwerend hinzu, dass diese in den Sommermonaten, wenn sie durch die Warmwasserbereitung schlecht ausgelastet sind, einen niedrigen Wirkungsgrad haben. In diesen Fällen kann weit mehr als die Hälfte der Energie die in den Kessel rein gesteckt wird bis zum Wasserhahn verloren gehen. 

Die sauberste Art der Warmwasserbereitung ist die solare Warmwasserbereitung in Verbindung mit einem effizienten Heizungssystem (z.B. Erdgas-Brennwertkessel, Pelletsheizung) oder mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW).