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Klimaschutzpolitik auf verschiedenen Ebenen

Die Bundesregierung und auch andere Länder versuchen der Klimaveränderung durch gezielte Maßnahmen gegenzusteuern. 

Auf globaler Ebene hat sich die überwiegende Mehrheit aller Länder mit dem Kyoto-Protokoll auf verbindliche Ziele und Maßnahmen für den Klimaschutz geeinigt und verpflichtet, ihre klimarelevanten Emissionen zu beschränken. Das Kyoto-Protokoll legt globale Obergrenzen für die Emission von Treibhausgasen (THG) fest. Die Industrieländer erkennen ihre historische Verantwortung für die Erderwärmung an und machen den ersten Schritt, in dem nur sie (nicht die Entwicklungsländer) in der ersten Verpflichtungsperiode von 2008 bis 2012 Reduktionsverpflichtungen bei den Klimagasen übernehmen. 

Das Kyoto-Protokoll trat am 16. Februar 2005 in Kraft, nachdem Russland Ende Oktober 2004 den Vertrag ratifiziert hatte. Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich verpflichtet, ihre klimarelevanten Emissionen im Zeitraum 2008 bis 2012 um 8 Prozent gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 zu senken. Innerhalb der EU haben die einzelnen Mitgliedsstaaten unterschiedliche Reduktionsziele zugesagt. Deutschland hat sich auf ein Reduktionsziel von 21 Prozent festgelegt. Dies bedeutet, dass Deutschland seine gesamten klimaschädlichen Abgase im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 um 21 Prozent senken muss. Falls dies nicht gelingen sollte, müsste die Bundesrepublik entsprechende Strafzahlungen leisten. 

Auf EU-Ebene wird intensiv das Ziel verfolgt, durch Richtlinien und Vorgaben die Energie- und Klimaschutzpolitik der Nationalstaaten zu lenken.
So verpflichtete die Europäische Union ihre Mitgliedstaaten am 9. März 2007 verbindlich, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um ein Fünftel im Vergleich zu 1990 zu verringern und den Anteil der erneuerbaren Energien im Durchschnitt auf 20 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erhöhen. Da der durchschnittliche Anteil der erneuerbaren Energien am  HYPERLINK "http://de.wikipedia.org/wiki/Prim%C3%A4renergieverbrauch" \o "Primärenergieverbrauch" Primärenergieverbrauch aller EU-25-Staaten im Jahr 2005 nach Angaben des Umweltministeriums (BMU) bei 6,5 Prozent lag, kann dies als durchaus anspruchsvolle Zielsetzung gewertet werden. Deutschland wies im Jahr 2007 einen regenerativen Anteil von rund 9 Prozent am Primärenergieeinsatz aus. Allerdings waren und sind die Zuwachsraten der regenerativen Energiequellen in den vergangenen Jahren beachtlich, so dass der Anteil in den letzten Jahren ständig gewachsen ist. 

Auf Bundesebene hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40% gegenüber 1990 zu senken.
Dies entspricht den Möglichkeiten und der Verantwortung Deutschlands.
Der derzeitige Stand der klimarelevanten Emissionen liegt bei 957 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten (Jahr 2007) und liegt damit um 2,3 Prozent niedriger als 2006 bzw. 21,3 % niedriger als im Vergleichsjahr 1990. 

Wichtige Teilziele sind der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strombereich auf 30 Prozent und der Kraft-Wärme-Koppelung auf 25 Prozent bis 2020, der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich auf 14 Prozent, sowie die Verdopplung der Energieproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990. 

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, hat das Kabinett unter anderem am
5. Dezember 2007 das "Integrierte Energie- und Klimaschutzprogramm der Bundesregierung" (IEKP) beschlossen.