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Klimaveränderung

Die Erwärmung der Erdatmosphäre wird hauptsächlich durch das Gas Kohlendioxid (CO2) verursacht. Dieses Gas entsteht beim Verbrennen von fossilen Energieträgern, sei es beim Heizen der Wohnungen, beim Autofahren oder bei der Stromerzeugung, wenn die fossilen Energieträger Heizöl, Benzin, Erdgas oder Kohle eingesetzt werden. Das klimaschädliche Gas CO2, lässt sich nicht durch Filter abscheiden oder beseitigen. Dieses Klimagas verstärkt den Treibhauseffekt in der Atmosphäre: Die Sonnenstrahlen können zwar weiterhin in die Erdatmosphäre eindringen, aber die Wärmeabstrahlung der Erde in den Weltraum wird durch das Treibhausgas verringert. Folglich wärmt sich die Erde mit zunehmendem Ausstoß von Kohlendioxid weiter auf. Verheerende Stürme, Überschwemmungen und Dürren sind die spürbaren Folgen. 

Die jüngsten Forschungsergebnisse der führenden Klimawissenschaftler der Welt, machen deutlich, dass die Lage für das Weltklima ernster ist, als bisher allgemein angenommen und von der Forschung dargestellt. Es gibt keine Zweifel mehr daran, dass die steigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre und die bereits spür- und messbare Klimaveränderung vom Menschen gemacht ist, und schneller voran schreitet, als zuvor jemals erwartet: 


Konzentration an CO2 in der Atmosphäre, Quelle: Al Gore, eine unbequeme Wahrheit, 2006

Gletscher und Schelfeis schmelzen immer schneller, extreme Klimaereignisse wie Hurrikans, Trockenheiten, Überschwemmungen nehmen weltweit zu und die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt beschleunigt an. 

Zudem sind die Auswirkungen weitaus folgenreicher als bisher vermutet. Ein Viertel aller Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, womit natürliche Regelkreise aus dem Gleichgewicht geraten können. Und schließlich bringt der Klimawandel auch erhebliche ökonomische Risiken.


Zunahme der mittleren Temperatur auf der Erde, Quelle: Al Gore, eine unbequeme Wahrheit, 2006

Weitgehend unstrittig ist das Gegenmittel gegen die Klimaveränderung: Das Klima kann geschützt werden, indem wir mit Heizenergie und Strom intelligenter umgehen und vernünftiger mobil sind. Darüber hinaus müssen die bekannten und wirksamen technischen Maßnahmen zur Reduktion des Energieeinsatzes und zur Umstellung der fossilen Energieversorgung auf regenerative Energiequellen zur Anwendung gelangen. Die Industrieländer müssen ihre CO2-Emissionen in den kommenden Jahrzehnten um rund 80 Prozent senken, um den Klimawandel in einem erträglichen Maß zu halten. 

Doch der Klimaschutz ist nicht das einzige Argument für einen neuen Umgang mit Energie. Spätestens seit Anfang 2008 gibt es ein weiteres: Die zunehmende Nachfrage nach Erdöl einerseits und die rückläufigen Fördermengen andererseits haben die Energiepreise erheblich in die Höhe getrieben. Im Juli 2008 stieg der Ölpreis auf über 140 Dollar je Barrel, wodurch die langfristige Verknappung der fossilen Energieträger auch in den Fokus der Politik gerückt ist. Zwar ist der Ölpreis bis Ende 2008 wieder auf rund 40 US-$ gesunken, doch ist nicht zu erwarten, dass sich der langfristige Trend steigender Preise für fossile Energieträger nochmals umkehren wird. Vielmehr wird erwartet, dass es bei einem allgemein steigenden Preisniveau in Zukunft zu starken Schwankungen der Energiepreise durch kurzzeitige Gegenbewegungen (z.B. durch die weltweite Finanzkrise) geben wird. 

Schon heute machen die Preissteigerungen und -schwankungen manchen Haushalten und Unternehmen erheblich zu schaffen, was Grund genug ist, durch einen effizienteren Umgang mit Energie dieses Problem zu lösen – oder zumindest zu reduzieren. 


Ölreserven:  Die Schere zwischen Neufunden und Förderung öffnet sich, Quelle: BP, IEA, Aspo nach SZ Wissen 1/2005


Knappe fossile Vorräte, Quelle: BP Energiestatistik 2006