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Energie und Klima

Die Abbildung Energieflussbild 2007 für Deutschland zeigt, in welchen Sektoren die Energie eingesetzt wird und wo sie her kommt. Um die Bilanz zu erstellen, wurde die Einheit Mio. t Steinkohleeinheit (SKE) verwendet. Eine Tonne SKE entspricht dem Energiegehalt einer Tonne Steinkohle oder 8.140 kWh oder rund 814 Liter Heizöl.


Energieflussbild in für Deutschland 2007, Angaben in Mio. SEK,  Quelle: AG Energiebilanzen

Zunächst einmal kann festgestellt werden, dass von dem Energieaufkommen im Inland nur rund ein Viertel im Inland gewonnen wird. Der Rest muss aus dem Ausland importiert werden. Dies bedeutet, dass Deutschland (sowie auch die EU) in einem hohen Maße von Energieimporten abhängig ist. 

Weiterhin kann festgestellt werden, dass von dem gesamten Primärenergieverbrauch ein größerer Teil der Energie durch Umwandlungsverluste bei der Stromerzeugung verloren geht (128,7 Mio. t SKE). Zudem wird beim Betrieb der Kraftwerke und Raffinerien Energie benötigt (Verbrauch in den Energiesektoren), die dementsprechend für die Endverbraucher nicht mehr zur Verfügung steht. 

Primärenergie ist die Energie, die in der Natur vorkommt und noch keiner Umwandlung unterworfen ist. Bevor diese Energieträger bei den Endverbrauchern genutzt werden kann, muss sie in der Regel bearbeitet werden.
So wird z.B. der Primärenergieträger Rohöl in Raffinerien zu Heizöl, Benzin und Diesel weiterverarbeitet und gelang erst dann zu den Endverbrauchssektoren Industrie, Haushalte, Kleinverbraucher (unter diesem Begriff werden die Energieverbraucher des Gewerbes, Handels und des Dienstleistungsbereich zusammengefasst) und Verkehr. 

Der Endenergieverbrauch der Verbrauchssektoren Industrie, Verkehr und Haushalt ist mit jeweils rund 80 Mio. t SKE pro Jahr nahezu gleich hoch. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sind mit 45,7 Mio. t SKE am Endenergieverbrauch beteiligt. 

Woher kommen die Klimagase? 

Bei jeder Verbrennung von fossilen Energieträgern entsteht als Verbrennungsprodukt Kohlendioxid (CO2), weil sich der Kohlenstoff des Energieträgers mit Sauerstoff verbindet. Da der Kohlenstoffanteil der fossilen Energieträger unterschiedlich ist, ist auch die Menge an entstehendem CO2 bei der Verbrennung der Energieträger unterschiedlich hoch. So besteht z.B. Kohle nahezu ausschließlich aus Kohlenstoff, während Erdgas neben dem Kohlenstoff einen beträchtlichen Wasserstoffanteil enthält und somit die CO2 -Emissionen bei der Verbrennung von einer kWh Erdgas im Vergleich zu Kohle deutlich niedriger sind. 

In der folgenden Abbildung ist dargestellt, wie viel CO2 bei der Verbrennung von verschiedenen Energieträgern bei der Gewinnung von einer Kilowattstunde Wärme bzw. Strom entsteht. #


CO2-Emissionen bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern zur Gewinnung einer kWh Wärme (Endenergie) oder Strom (Quelle: GEMIS 4.2 und eigene Berechnungen)

Aus der Graphik wird auch deutlich, dass Strom im Vergleich zu dem Energieträger Heizöl oder Erdgas deutlich höhere Emissionen aufweist und deshalb zu Heizzwecken nicht geeignet ist. 

Der Hintergrund für diese relativ hohen Emissionswerte für Strom liegt bei der Stromerzeugung: Bei der Stromerzeugung geht ein größerer Teil des Energieeinsatzes im Kraftwerk verloren. Aus 100 eingesetzten Kilowattstunden in Form von Kohle können rund 40 kWh Strom erzeugt werden. Der Rest geht als Eigenstromverbrauch und Abwärme verloren. Der Strom aus dem Kraftwerk muss über Transport- und Verteilleitungen zu den Verbrauchern transportiert werden, wobei weitere 4 bis 5 Prozent durch Netzverluste verloren gehen.


Vom Kraftwerk bis zum Frühstücksei (Quelle: Bruno Natsch, Umweltkonzepte Freiburg 2005)

Gerade vor diesem Hintergrund bekommt die Stromeinsparung eine besondere Bedeutung: Jede eingesparte Kilowattstunde beim Verbraucher erspart nahezu drei Kilowattstunden Energieeinsatz im Kraftwerkspark. 

Einen Überblick über die Stromerzeugung im Kraftwerkspark in Deutschland für das Jahr 2007 zeigt die folgende Abbildung. 


Quelle: AG Energiebilanzen, BDEW

Eine Alternative zur Stromerzeugung in Großkraftwerken, bei denen die Abwärme nicht genutzt werden kann, ist die Kraft-Wärme-Kopplung. Bei diesen Kraftwerken wird die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme für Heizzwecke oder andere Wärmenutzung verwendet (siehe Abschnitt Heizwärmeerzeugung).