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Einsatz von Steckerleisten

Der Einsatz von Steckerleisten ist grundsätzlich bei elektrischen Geräten angebracht, die über keinen Ausschalter verfügen, der das Gerät vollständig vom Netz trennt (Schein-Aus-Verbräuche) oder bei Geräten, die dauerhaft im Stand-by-Modus laufen. Typischerweise sind dies z.B. Computer, Bildschirme, Fernseher, Stereoanlagen etc.

Vorgehen beim Einsatz von Steckerleisten

Beim Rundgang im Haushalt werden vom Berater alle Geräte mit Stand-by- oder Schein-Aus-Verbräuchen identifiziert.

Finden sich Geräte, bei denen die Nutzung durch ein zwischenzeitliches Abschalten eingeschränkt wird und dadurch eine Steckerleiste nicht in Frage kommt, sollte der Kunde zumindest auf die Leerlaufverluste hingewiesen werden. Dies trifft z.B. auf Telefonanlagen oder programmierbare Radiowecker zu. Zu Demonstrationszwecken können solche Verbräuche auch gemessen werden, dies ist aber nicht zwingend erforderlich.

Steckerleisten sollten insbesondere bei Gerätegruppen eingesetzt werden, die eine gleichzeitige Nutzung erfahren. Ein typisches Beispiel wäre eine PC-Ausstattung bestehend aus Computer, Bildschirm, Drucker und Lautsprechern. Um die Messung der Leerlaufverluste zu vereinfachen, kann sie für alle Geräte gemeinsam durchgeführt werden mit Hilfe der Steckerleiste.

Häufig gibt es bei Geräten, die an einem gemeinsamen Platz untergebracht sind, „Kabelsalat“. Oft ist die Steckdose schwer erreichbar und das Messgerät daher kaum einzusetzen bzw. abzulesen. Hilfreich für die Messung ist auch hier die Nutzung einer Steckerleiste.

Weitere Hinweise

Bei der Messung ist generell darauf zu achten, dass programmierbare Geräte nicht einfach ausgestöpselt werden, da sonst eingestellte Uhrzeiten oder Ähnliches gelöscht werden. Hier sollte der Kunde vorher gefragt werden.

Der Standby-Verbrauch von Transformatoren einer Halogenlampe kann nur durch eine Steckerleiste vermieden werden, wenn es einen Stromstecker gibt. Bei Deckenstrahlleisten ist der Trafo meistens mit dem Stromkabel direkt verbunden, so dass hier kein Einsatz der Soforthilfe besteht. Der Kunde sollte dennoch auf die Verluste hingewiesen werden, die leicht an der Wärmeentwicklung des Trafos erkennbar sind.

Beim Kauf einer Steckdosenleiste sollte grundsätzlich auf das Vorhandensein eines Überspannungsschutzes geachtet werden. Unter Überspannungsschutz wird der Schutz elektrischer und elektronischer Geräte vor zu hohen elektrischen Spannungen verstanden. Die Überspannungen werden durch den Blitz als Naturereignis oder durch kapazitive und induktive Einkopplungen anderer elektrischer Systeme hervorgerufen.

In Ausnahmefällen sollten in den Haushalten auch die höherpreisigen Steckdosenleisten mit Fußschalter eingesetzt werden. Dies ist insbesondere bei älteren Menschen sinnvoll, weil sie häufig in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. 

 

Kabelsalat erschwert die Messung der richtigen GeräteStand-by-Verluste bei Halogendeckenstrahlern sind nicht immer möglich