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Kühlschrankmessungen

Vor allem bei älteren Geräten kann ein vorzeitiger Austausch eines Kühlschranks oder eines Gefriergeräts sinnvoll sein. Deshalb sollte im Rahmen einer Vor-Ort-Analyse der Stromverbrauch der Kühl- und Gefriergeräte gemessen und beurteilt werden, ob ein Ersatzbedarf vorliegt. Dieser wird dann bestätigt, wenn der Stromverbrauch des Haushalts durch ein hocheffizientes Kühl- oder Gefriergerät um jährlich etwa mehr als 200 kWh gesenkt werden kann (Faustregel).

Bei Beratungen außerhalb des Haushalts oder per Telefon sollte auf die Möglichkeit hingewiesen werden, Strommessgeräte auszuleihen. Weiter sollte die richtige Messung des Kühl- oder Gefriergeräts erläutert werden.

Wann sollte eine Messung des Kühlgerätes stattfinden?

Messungen sind vor allem bei Geräten notwendig, die älter als 10 Jahre alt sind und/oder defekte Dichtungen, schiefe Türen bzw. ein völlig vereistes Gefrierfach aufweisen und daher vermutlich einen überdurchschnittlichen Verbrauch aufweisen. Diese Informationen können durch Typenschild oder Erfragen herausgefunden werden. 

Vorgehen bei der Messung eines freistehendes Geräts

Das Messgerät wird installiert. Der Berater sollte darauf achten, dass der Speicher im Messgerät leer ist. Der Kunde wird informiert, dass keine der Tasten während der Messung gedrückt werden sollte. Die Dauer der Messung sollte etwa eine Woche betragen, mindestens aber 2-3 Tage. 

Wie kann die Kühlschrankmessung in die Analyse integriert werden?

Bei der Langzeitmessung ergibt sich die Problematik, wie die Messdaten an den Berater übermittelt werden, damit er diese in die Analyse einbeziehen kann. Hierzu gibt es folgende Varianten:

Der Kunde liest die Daten nach einigen Tagen selbstständig ab und informiert den Berater per Telefon. Das Strommessgerät wird bei einem 2. Vor-Ort-Termin wieder abgeholt.

Der Kunde bringt das Gerät persönlich in der Beraungsstelle vorbei

Vorgehen bei einem Einbaugerät oder bei nicht zugänglichem Stromstecker

Für den Fall, dass eine Messung des Verbrauchs nicht möglich ist, weil der Stromstecker verbaut und damit nicht zugänglich ist, werden die Daten des Typenschilds erfasst (meist an der Innenseite links unten angebracht), insbesondere das Baujahr und das Volumen des Kühl- und Gefrierteils.

Als zusätzliche Information kann eine Messung der Kühlgerätetemperatur durchgeführt werden (sowohl im Kühl- als auch im Gefrierteil).

Mit Hilfe von einschlägiger Literatur oder der Datenbank bei CO2-online unter: 

www.klima-sucht-schutz.de/kuehlcheck.0.html

kann der Verbrauch des Altgeräts abgeschätzt werden.

Kühlgerät im Keller nicht vergessen!

Häufig stehen Gefriergeräte auch im Keller. Dies sollte unbedingt erfragt werden! In diesem Fall sollten dann zwei Messgeräte vor Ort gelassen werden.

Bei Kühlgeräten im Keller ist herauszufinden, ob der Stromverbrauch über den Allgemeinstromzähler läuft. Dies kann getestet werden, in dem die Tür geöffnet und der Stromzähler dabei beobachtet wird.

Austausch von zwei Altgeräten gegen ein Neugerät

Wenn sowohl ein alter Kühlschrank als auch ein alter Gefrierschrank vorhanden sind, sollte erfragt werden, ob sich der Kunde vorstellen kann, ein Neugerät anzuschaffen und beide Altgeräte zu entsorgen. Häufig werden zwei Geräte vom Volumen gar nicht benötigt. Dies ist beim Blick in das Kühlgerät schnell ersichtlich.

 

   
Eisbildung unter dem ***-Fach sorgt für einen hohen Verbrauch

Kühlgeräte sollten möglichst nicht unter dem Einfluss von Sonnenstrahlung stehen

Undichte Gummidichtungen sorgen für erhöhten VerbrauchAus dem Typenschild können Daten wie z.B. das Volumen abgelesen werden
Im Keller stehen häufig sehr alte Kühlgeräte