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Computer, Drucker und Co

Der Ausstattungsgrad privater Haushalte mit Computern und Druckern nimmt seit Jahren stetig zu. Nicht zuletzt dank günstiger Internet-Flatrates steigt gleichzeitig auch die Nutzungsintensität. Beides erhöht den Stromverbrauch.

Mit effizienten Geräten können gegenüber ineffizienten Geräten zwischen 50 und 70 % Strom gespart werden. Notebooks verbrauchen rund 70 % weniger Strom als vergleichbare Desktop-PCs. Auch Flachbildschirme brauchen im Vergleich zu Röhrenmonitoren mit gleicher Bildschirmgröße zwei Drittel weniger Strom.



Stromspartipps für die Nutzung von Computern und Computer-Bildschirmen

  • Der "Sleep-Modus" senkt automatisch den Energieverbrauch eines Rechners. Die Energieverwaltung sollte so eingestellt werden, dass er nach 15 Minuten in den Sleep-Modus wechselt.
    So lässt sich die Energieverwaltung unter Windows aktivieren: Unter Start => Systemsteuerung => Energieoptionen.
    Und so geht’s beim Mac: Unter Systemeinstellungen => Unterpunkt Hardware => Symbol Glühbirnchen (für Energieoptionen)
  • Die Verwendung eines Bildschirmschoners ist keine Energiesparmaßnahme – der Monitor verbraucht gerade bei bunten bewegten Bildern sogar mehr Strom als bei der Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm. Es ist vorzuziehen, den Bildschirm bei Arbeitspausen (zum Beispiel nach 10 Min) automatisch in Stand-by gehen zu lassen, um das Gerät zu schonen. Die Energieverwaltung des Computers muss entsprechend eingestellt werden.
  • Manche Geräte verbrauchen sogar im ausgeschalteten Zustand noch Strom – durch die Trafo-Verluste. Deshalb sollte der Stecker gezogen werden oder – viel bequemer – der Rechner zusammen mit seiner Peripherie wie Drucker, Hub und Audio-Boxen mit einer schaltbaren Steckerleiste oder einer Master-Slave-Leiste vom Netz genommen werden. Diese Investition rentiert sich schon nach wenigen Monaten.

Stromspartipps beim Neukauf von Computern und Computer-Bildschirmen

  • Die Ausstattung soll an den Bedarf angepasst sein – je mehr leistungsstarke Komponenten gewählt werden und je größer der Bildschirm ist, desto höher liegt in der Regel auch der Stromverbrauch des Geräts – und sein Preis.
  • Ziel sollte eine möglichst hohe Energieeffizienz der Komponenten sein, die besonders viel Strom verbrauchen, wie Prozessor, Grafikkarte und Bildschirm.
  • Eine möglichst langjährige Nutzung verringert die Umweltbelastungen durch die Herstellung eines neuen Computers.
  • -   Nachrüsten kann sinnvoller sein als Neukauf: es spart wertvolle Ressourcen und verlängert die Lebensdauer der energieintensiv und umweltbelastend hergestellten Elektronikgeräte.
  • Geräte, die mit dem energy star gekennzeichnet sind, sind besonders energieeffizient. Bei PCs sollte es der Energy Star 4.0 mit seinen gegenüber früheren Versionen deutlich verschärften Grenzwerten sein. Einige Geräte sind darüber hinaus mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet.
  • Beim Kauf eines Computer-Bildschirms sollte auf das TCO 03-Gütesiegel geachtet werden. Dieses zeichnet Geräte aus, die besonders energieeffizient, ergonomisch und recyclingfähig sind.

Stromspartipps für die Nutzung von Druckern und sonstigen Bürogeräten

  • Der Stand-by-Betrieb und der Schein-Aus-Zustand machen je nach Bürogerät zwischen 50 und 95 % des jeweiligen Stromverbrauchs aus, bei Faxgeräten liegt dieser Anteil im oberen Bereich, bei PCs eher im unteren.
  • Bei Laserdruckern lohnt es sich immer, diese ganz vom Stromnetz zu trennen, wenn nicht gedruckt wird. Ganz sicher gehen man mit Hilfe einer schaltbaren Steckerleiste. Es gibt komfortable Modelle mit Fußschalter, allerdings noch zu einem relativ hohen Preis.
  • Bei Tintenstrahldruckern hängt es vom jeweiligen Modell ab, ob das vollständige Trennen vom Stromnetz sinnvoll ist. Einige Drucker starten nach dem Wiedereinschalten einen automatischen Reinigungslauf. Dann können die Kosten für den erhöhten Tintenverbrauch die Kosteneinsparungen durch den geringeren Stromverbrauch deutlich übertreffen.
  • Bei Multifunktionsgeräten mit Faxoption und Fax-Geräten kann angesichts der sinkenden Bedeutung der Faxübermittlung ein Ausschalten außerhalb der Bürozeiten zweckmäßig sein (bei den Geräten, bei denen die Programmierung nicht verloren geht).
  • Für ältere Fax-Geräte mit hohem Stand-by-Verbrauch kann die Anschaffung eines Vorschaltgerätes eine sinnvolle Lösung sein – das Fax wird erst dann in Betrieb ge¬setzt, wenn ein eingehendes Signal das Vorschaltgerät „aufweckt“, oder wenn zum Faxversand eine Nummer eingetippt wird.
  • Auch für Kopierer gibt es „selbstlernende“ Vorschaltgeräte, die das Gerät in typischen Nutzungspausen in Stand-by versetzen bzw. ausschalten.
  • Die Umweltauswirkungen der Herstellungsphase sind bei Druckern etwa doppelt so hoch wie die der Nutzungsphase. Deshalb sollten Drucker möglichst lange genutzt und gepflegt werden, damit z.B. die Tintenpatronen nicht eintrocknen.
  • Bei Druckern werden in der Nutzungsphase rund 90 % der Umweltauswirkungen durch den Verbrauch von Papier verursacht, während der Stromverbrauch mit rund 10 % eine vergleichsweise geringe Rolle spielt. Drucken sollte doppelseitig und möglichst auf Recyclingpapier ausgedruckt werden, das mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ für 100 % Altpapier gekennzeichnet ist. Das Umweltzeichen garantiert den problemlosen Einsatz beim Drucken.