Stromsparberatung E-Learning-Portal
Sitemap SitemapKontakt KontaktImpressum ImpressumSeite drucken Seite drucken

Spülen

Mit einer effizienten Spülmaschine spült man Geschirr nicht nur bequemer, sondern in der Regel auch umweltfreundlicher und kostengünstiger als von Hand – aber nur, wenn man die Maschine wirklich voll befüllt. Neue Spülmaschinen sollten das Energielabel A tragen, nicht zu laut sein und einen lebenslang garantierten Wasserschutz haben. In der Regel reicht das 50-Grad-Programm aus.

Technische Verbesserungen haben den Wasserbedarf einer Spülmaschine für zwölf so genannte Maßgedecke auf 12 bis 14 Liter und den Stromverbrauch auf etwa eine Kilowattstunde pro Spülgang reduziert. Die gleiche Menge von Hand gespült benötigt im Durchschnitt rund 50 Liter warmes Wasser und damit auch mehr Energie. Allerdings belasten die aggressiveren Maschinenspülmittel die Umwelt deutlich stärker als Handspülmittel, daher ist eine sparsame Dosierung wichtig.

Sparprogramme arbeiten mit niedrigen Temperaturen und längerer Reinigungsdauer und erzielen mit weniger Energieeinsatz genauso gute Ergebnisse wie andere Programme bei kürzerer Dauer, höherer Temperatur und mit mehr Wasser. Viele der neuen Maschinen sind zudem mit Automatikprogrammen, Trübungssensoren oder Beladungserkennung ausgestattet. Diese Funktionen reduzieren den Energie- und Wasserverbrauch je nach Beladung oder Verschmutzungsgrad noch weiter.

Moderne Geschirrspülmaschinen unterscheiden sich in den Verbrauchswerten kaum noch voneinander. Viele besitzen die Auszeichnung AAA, also Energieeffizienzklasse A sowie Reinigungswirkung A und Trockenwirkung A. Diese Angaben werden in einem vom Hersteller gewählten Referenzprogramm – meist bei 50 °C – unter normierten Bedingungen gemessen. Leider enthält das EU-Label keine Information über die Verbrauchswerte der anderen Programme, zum Beispiel im Intensiv- oder Schnellprogramm. Angaben hierzu in den Bedienungs- oder Kurzanleitungen können auf Messungen beruhen, die von den Normbedingungen abweichen, was den Vergleich der Geräte untereinander erschwert.

Die Tabelle zeigt, dass sich auch vermeintlich geringe Unterschiede beim Energieverbrauch über die Gerätelebensdauer zu nennenswerten Beträgen summieren. Zudem wird der Kostenvorteil eines Warmwasseranschlusses deutlich!

Zu den Stromkosten kommen noch Wasserkosten hinzu, bei einem Neugerät mit 14 Litern Verbrauch pro Spülgang sind das rund 130 Euro in 15 Jahren, bei einem älteren Gerät gut doppelt so viel.

Am energieeffizientesten sind Spülmaschinen mit 12 oder 14 Maßgedecken. Für einen Ein-Personen-Haushalt kann es dennoch sinnvoll sein, ein kleineres Gerät zu wählen, da die Maschine sonst zu oft mit zu geringer Beladung betrieben wird.

Tipps zur Nutzung

  • Vorhandene Spülmaschinen können in aller Regel an die zentrale Warmwasserversorgung angeschlossen werden. Dies ist sinnvoll, wenn das Wasser nicht elektrisch, sondern mittels einer effizienten Zentralheizung mit Gas, Öl, Holz oder, am allerbesten, durch die Sonne erwärmt wird. 
Da Spülmaschinen in aller Regel neben dem Spülbecken stehen, wo häufig warmes Wasser gezapft wird, ist auch die Zulaufmenge von Kaltwasser zu Beginn des Spülgangs niedrig. 
Nur für Spülmaschinen mit internem Wärmetauscher ist der Anschluss an die zentrale Warmwasserversorgung nicht sinnvoll.
  • In die meisten Maschinen passen rund zwölf Kaffee- und Essgedecke, Gläser und Besteck sowie Platten und Schüsseln. Dieser Platz sollte genutzt und das Gerät erst eingeschaltet werden, wenn es voll beladen ist.
  • Übliche Verschmutzungen werden auch mit dem Spar- oder Kurzprogramm und bei Temperaturen von 45 oder 50 °C sauber – dies schont Geschirr und Gläser und spart Strom und Wasser. Einmal pro Monat ein Spülgang mit 65 °C beugt Fettablagerungen in der Maschine vor und schützt vor einem technischen Defekt.
  • Auf die Reinigungswirkung moderner Spülmittel und -maschinen ist Verlass. Vorspülen von Hand ist unnötig, grobe Reste werden einfach mit Haushaltspapier abgewischt.
  • Wasserhärte und Klarspüldosierung in der Spülmaschine richtig einstellen – den Härtegrad des Wassers erfährt man beim örtlichen Wasserversorger. So dosiert die Maschine nicht mehr als nötig. In einer Gegend mit sehr weichem Wasser kann man auf Regeneriersalz sogar ganz verzichten.
  • Am besten separate Reiniger-, Salz- und Klarspülerprodukte benutzen. Diese kann man je nach Bedarf dosieren – das schont die Umwelt und den Geldbeutel.
  • Abflusssiebe, Düsen und Lagerungen der Sprüharme können verschmutzen. Dies führt zu verlängerten Betriebszeiten und zu höheren Energiekosten. Daher: Regelmäßig und bei Bedarf nach Anweisung reinigen.
  • Das Gerät nach dem Spülen ganz ausschalten, so vermeidet man unnötigen Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb.
  • Bei längeren Nutzungspausen: Tür leicht geöffnet lassen, Wasserzulauf-Hahn schließen und Netzstecker ziehen. Den nächsten Spülgang mit höherer Temperatur laufen lassen, um Bakterien, die sich möglicherweise gebildet haben, abzutöten.

Bei EcoTopTen werden nur Spülmaschinen mit der Klassifizierung AAA, einem maximalen Geräuschwert von 47 Dezibel und einem vom Hersteller garantierten lebenslangen Wasserschutz empfohlen. Aktuelle Marktübersichten mit Angabe der Herstellerpreise, des Strom- und Wasserverbrauchs und den jährlichen Gesamtkosten finden Sie bei www.ecotopten.de/produktfeld_spuelen.php

Tipps zum Neukauf

  • Neue Geräte können meist ans warme statt ans kalte Wasser angeschlossen werden, näheres siehe unter „Tipps zur Nutzung“.
  • Beim Kauf einer Spülmaschine sollten darauf geachtet, dass das Gerät ein technisch hochwertiges Sicherheitssystem gegen das Auslaufen von Wasser besitzt, dass der Hersteller diesen Wasserschutz ein Geräteleben lang garantiert und im Schadensfall sogar die Haftung übernimmt.
  • Steht die Spülmaschine in einer Wohnküche, ist ein niedriger Geräuschwert sinnvoll, so dass man sich auch bei Betrieb des Geräts weiter unterhalten kann. Empfehlenswert sind Geräte, die nicht lauter als 47 Dezibel, bei kleinen Maschinen nicht lauter als 49 Dezibel sind. Zum Vergleich: Bei einer normalen Unterhaltung in einem geschlossenen Raum misst man ungefähr 50 Dezibel.
  • Die Größe bzw. Anzahl der Maßgedecke der Spülmaschine sollte sich nach der Menge des durchschnittlich anfallenden Geschirrs und den Platzverhältnissen in der Küche richten. Die meisten Geräte sind ca. 60 cm breit und für 10 bis 14 Maßgedecke ausgelegt. Die kleineren, ca. 45 cm breiten Geräte haben ein Fassungsvermögen von 7 bis 9 Maßgedecken, benötigen aber häufig mehr Energie und Wasser pro Maßgedeck als die größeren Geräte.