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Wäschetrockner

Der energiesparendste Wäschetrockner ist immer noch die Wäscheleine: Zum Trock­nen reicht die (kostenlose) Energie von Wind und Sonne aus. Steht kein Garten oder Balkon zur Verfügung, sollte die Wäsche in unbeheiz­ten Räumen getrocknet werden, zum Beispiel auf dem Speicher. Das Trock­nen im Bad oder in Waschräumen kann leicht zur Schimmel­bildung führen. Und bei dauerhaft gekipp­tem Fenster kann man im Winter deut­lich mehr an (Heiz-)Energie verbrauchen als ein sparsamer Wäsche­trockner der Energie­effizienzklasse A benö­tigt. Dessen im Ver­gleich zu ineffizienteren Geräten höherer Kaufpreis wird durch niedrigere Energie­kosten ausgeglichen.

Die bislang verkauften Wäschetrockner haben die Energieeffizienz C und sind nur drittklassig. Moderne Kondensationstrockner mit inte­grierter Wär­mepumpe oder gasbetriebene Ablufttrockner brauchen nur etwa halb so viel Energie. Auf Gastrocknern findet sich jedoch kein EU-Label, da die EU-Richtlinie nur für elektrische Wäschetrockner gilt. Die Energie­effizienz von gasbeheizten Ablufttrocknern ist jedoch vergleichbar gut wie von elektrisch betriebenen Wärmepumpentrocknern.

Bei Kondensationstrocknern wird die elektrisch erwärmte trockene Luft in die Trommel geführt und nimmt dort Feuchtigkeit aus der Wäsche auf. An­schließend wird die feuchte Luft in einem Teil des Geräts abge­kühlt, wobei die Feuchtigkeit kon­densiert und in einem Behälter gesammelt oder direkt ins Abwasser geleitet wird. Die so getrocknete und abgekühlte Luft wird danach wieder erwärmt und erneut durch die Wäsche geleitet. Kondensationstrockner sind in die Energieeffi­zienz­klassen C oder D eingestuft.

Deutlich effizienter ist der Kondensa­tions­trock­ner mit integrierter Wärmepumpe (EU-Label A). Während die Abwärme bei konventio­nellen Kondensationstrocknern voll­ständig an den Raum abgegeben wird, ver­wenden Wärmepumpen­trockner einen Teil der Ab­wärme erneut für den Trockenvorgang, wo­durch gegenüber konventio­nellen Geräten bis zu 50 % an Strom eingespart wird.

Ablufttrockner saugen die Luft aus der Um­gebung an und leiten sie aufgeheizt in die Trommel. Dort nimmt die Luft die Feuchtigkeit aus der Wäsche auf und strömt über einen Abluftschlauch ins Freie. Die nach außen ab­geführte feuchte Luft wird durch trockenere Außenluft ersetzt.

Sehr viel effizienter sind gas­beheizte Ablufttrockner („Gastrockner“). Diese nutzen zur Aufheizung der Luft Erdgas anstatt elektri­scher Energie und haben dadurch einen rund 50 % niedrige­ren Primärenergie­verbrauch als konventionelle Ablufttrockner.

Beim Vergleich von Energieverbrauchskenn­werten ist zu beachten, dass die Werte für das EU-Label nach Schleudern mit 800 Umdre­hungen pro Minute (U/min) ermittelt werden, dass Hersteller in ihren Prospektangaben sich jedoch häufig auf 1000 U/min beziehen – das macht immerhin einen Unterschied von rund 15% aus.

 


Tipps zur Nutzung

  • ♣    Beim Trocknen hängt der Energieverbrauch im Wesentlichen von der Restfeuchte ab, die die Wäsche nach dem Waschen besitzt. Haupteinflussfaktor auf die Restfeuchte ist wiederum die Schleuderleistung der Waschmaschine – je höher die Schleuderdrehzahl, desto geringer die verbleibende Restfeuchte und damit der Energieverbrauch, um die Wäsche vollständig zu trocknen. Wäsche durch Wärme zu entfeuchten benötigt 100-mal so viel Energie wie das mechanische Schleudern.
  • Hat die vorhandene Waschmaschine nur niedrige Schleuderdrehzahlen von 1000 Umdrehungen pro Minute oder darunter, lohnt sich der Einsatz einer separaten Wäscheschleuder, ehe die Wäsche in den Trockner kommt.
  • Das Fassungsvermögen des Wäschetrockners sollte möglichst gut ausgenutzt werden, denn bei unvollständiger Beladung erhöht sich der Energiebedarf pro Kilogramm Wäsche.
  • Die Wäsche nach Material, Dicke und Größe sortieren. Stücke ähnlicher Beschaffenheit sollten zusammen getrocknet werden, sonst verursacht der uneinheitliche Trockenverlauf längere Trockenzeiten und damit einen höheren Stromverbrauch.
  • Den richtigen Trocknungsgrad wählen: Wäsche, die noch gebügelt werden soll, muss nicht „schranktrocken“ sein.
  • Das Flusensieb regelmäßig reinigen, da ein Gerät mit vollem Sieb länger zum Trocknen braucht.

Bei EcoTopTen werden nur Wäschetrockner der Energieeffizienzklasse A empfohlen. Aktuelle Marktübersichten mit Angabe der Herstellerpreise, des Strom- bzw. Gasverbrauchs und den jährlichen Gesamtkosten finden Sie bei www.ecotopten.de/prod_trocknen.php.

Tipps zum Neukauf und Betrieb

  • Energieeffiziente Wäschetrockner der A-Klasse sind in der Anschaffung teurer als C-Klasse-Geräte. Der höhere Kaufpreis wird aber durch die geringeren Betriebskosten während der Lebensdauer ausgeglichen. Die Stromkosten von Wärmepumpentrocknern sind knapp 50 % niedriger als bei konventionellen Kondensationstrocknern, so dass ein Zwei-Personen-Haushalt jährlich bis zu 37 Euro einsparen kann. 
Bei einem Gastrockner sind die Betriebskosten aufgrund des geringeren Gaspreises sogar um bis zu 65 % niedriger als bei einem strombetriebenen Ablufttrockner, so dass ein Zwei-Personen-Haushalt bei vorhandener Gasversorgung jährlich bis zu 40 Euro einsparen kann.
  • Feuchtegesteuerte Trockner arbeiten besonders effizient, da sie automatisch abschalten, sobald der eingestellte Feuchtegrad der Wäsche erreicht ist. Zeitgesteuerte Geräte stoppen hingegen pauschal nach einer vom Nutzer eingestellten Zeit und laufen so üblicherweise länger als nötig, was im Vergleich zu feuchtegesteuerten Geräten zu einem höheren Energieverbrauch führt.
  • Das Fassungsvermögen des Trockners sollte auf das der Waschmaschine abgestimmt sein.
  • Beim Neukauf eines Geräts prüfen, ob die Reinigung des Flusensiebs sowie bei Kondensationstrocknern das Ausleeren des Kondensatbehälters einfach ist.
  • Auch der Standort beeinflusst den Energieverbrauch: Ablufttrockner stehen am besten in möglichst trockenen, unbeheizten Räumen. Denn beim Betrieb in beheizten Räumen pusten sie warme, feuchte Luft nach draußen, die durch kalte, trockene Außenluft ersetzt wird. Je höher zudem die Luftfeuchte der Raumluft, desto höher ist auch der Energieverbrauch von Ablufttrocknern. Außerdem kann eindringende Kaltluft zu Feuchteschäden z. B. im Fensterbereich führen, wenn der Abluftschlauch aus dem geöffneten Fenster geführt wird.
  • Kondensationstrockner stehen am besten in beheizten Räumen, zum Beispiel im Badezimmer. Da sie sich während des Betriebs aufheizen, ersetzt die Abwärme Heizenergie.