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Mobile Raumklimageräte

Hohe sommerliche Temperaturen lassen viele Menschen nicht nur schwitzen, sondern nach schneller Abhilfe Ausschau halten. Wenn es warm ist, benötigt man ein Gerät, das kühlt – scheinbar klar, oder? Schnell sind 700 bis 900 Euro oder noch mehr für ein Gerät ausgegeben – zusätzlich entstehen laufend Betriebskosten. Doch anstatt mit Hilfe eines Kühlgerätes die Wärme wieder aus der Wohnung herauszubefördern, wäre es u. U. sinnvoller, diese erst gar nicht hereinzulassen.

So kann man z.B. in einer stark besonnten Dachgeschosswohnung, die sich tagsüber auf über 35 °C aufheizt, durch das Anbringen außen liegender Jalousien die Temperatur auf erträglichere 26 °C reduzieren. Eine Reduzierung, die mobile Klimageräte vielfach nicht erreichen.

Jalousiensysteme sind – je nach Zahl der Fenster – meist preisgünstiger, erzeugen keine weiteren Betriebskosten und sind umweltverträglicher. Selbst wenn mit dem Anbringen von Sonnenschutzeinrichtungen die gewünschte Abkühlung nicht ganz erreicht wird, ist ein außen liegender Sonnenschutz sinnvoll, da er den Leistungsbedarf des Kühlaggregats senkt bzw. die Temperaturabsenkung erhöht.

Neben den Fenstern, die durch Himmelsrichtung, Anzahl und Art (z. B. Dachflächen¬fenster) die sommerlichen Innentemperaturen und damit die Leistungen des Kühlgerätes bestimmen, sind auch Wärmequellen im Zimmer (z. B. Beleuchtung, Personenzahl, Gerätezahl und -effizienz) und die Wärmedämmung des Raumes wichtige Einflussgrößen. Durch geeignete Abschaltzeiten bzw. durch die Wahl besonders effizienter Geräte kann die innere Wärmelast reduziert und die sommerliche Temperaturspitze gesenkt werden – ein wichtiger erster Schritt vor der Anschaffung eines Klimagerätes!

Vor Anschaffung eines Klimagerätes sollte die Kühllast des Raumes bzw. der Wohnung bekannt sein. Die Herstellerangaben sind hier zwangsläufig pauschal und können die räumlichen Besonderheiten nicht berücksichtigen.

Mobile Klimageräte können nur geringe Kühlleistungen bewältigen, da neben dem durch das offene Fenster geführten Abluftschlauch unausweichlich warme Luft einströmt. Sie sind daher besonders ineffizient. Gute Kühlleistungen sind nur durch von Fachbetrieben fest installierte so genannte Splitanlagen zu erwarten.Die Betriebsgeräusche sollten möglichst niedrig, d. h. nicht störend sein. Ein Klimagerät sollte mit einem Timer und mit FKW-freien Kältemitteln ausgestattet sein.

Während der Besonnungszeit sollten Fenster und Türen unbedingt geschlossen sein und nachts – soweit möglich – die Räume mit Querlüften gekühlt werden. Das Betreiben eines mobilen Klimagerätes bei offener Türe begrenzt dessen Effekt auf die unmittelbare Geräteumgebung. Ein Ventilator hat in diesem Fall vergleichbare Effekte mit deutlich geringeren Kosten und Umweltbelastungen!

(Raum-)Klimageräte unter 12 kW müssen seit 2004 mit einem EU-Label gekennzeichnet sein. Ein Gerät der Klasse A verbraucht 10–15% weniger Strom als ein vergleichbares Gerät der Klasse C. Neben dem Stromverbrauch enthält das EU-Label für Klimageräte auch wichtige Informationen zur Geräuschentwicklung und zum Gerätetyp.

Aufschlussreiche Ergebnisse der Stiftung Warentest zu Klimageräten finden sich in Test 6/2008.