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Unterhaltungselektronik

Die neuen großen Fernsehgeräte sind wahre Stromfresser und können pro Jahr 200 Euro Stromkosten verursachen – oder mehr. Hier ist besonders wichtig, auf den Zusammenhang Bildschirmgröße – Stromverbrauch hinzuweisen.

Die Zahl der Unterhaltungselektronikgeräte hat über die Jahre stark zugenommen – in vielen Haushalten stehen gleich mehrere Fernsehgeräte und Audio-Anlagen. Das Angebot an entsprechenden Geräten ist sehr breit geworden. Gleichzeitig sind die Unterschiede im Stromverbrauch sehr hoch, wie in der Tabelle gezeigt wird. Es lohnt sich aus finanzieller Sicht sehr, vor einer Neuanschaffung die späteren Betriebskosten abzufragen.

Flachbildschirm-Fernseher haben in den letzten Jahren den Markt erobert, weil sie weniger Platz benötigen und schicker aussehen. Was den Stromverbrauch angeht, ist jedoch Vorsicht geboten. Denn was für die Energieeffizienz der LCD-Technologie bei Computer-Monitoren gilt, ist nicht ohne weiteres auf LCD-Fernseher zu übertragen – sie verbrauchen deutlich mehr Strom als vergleichbare Computer-Monitore! Der Stromverbrauch ist umso höher, je größer der Bildschirm ist – dies gilt insbesondere für Plasma-Fernseher. Geräte ab 50 Zoll (ca. 130 cm) Bildschirmdiagonale sind richtige Stromfresser. Der Stromverbrauch eines solchen Gerätes kann jährlich bis zu 1500 kWh betragen und 335 Euro kosten!

Generell gilt: Je kleiner das Fernsehgerät und je einfacher die Ausstattung, desto geringer ist in der Regel auch die Leistungsaufnahme und damit verbunden der Stromverbrauch.

Sehr deutlich wird die Bandbreite des Stand-by-Leistungsbezugs in der folgenden Tabelle gezeigt – in ungünstigen Fällen sind der Verbrauch und die entsprechenden Strom¬kosten in Stand-by-Stellung höher als während der Nutzungszeit. Dabei gibt es mittlerweile viele Geräte, die einen sehr geringen Stand-by-Verlust von weniger als 1 Watt haben.



Stromspartipps für die Nutzung von Unterhaltungselektronik

  • Den Fernseher nicht unnötig laufen – die meisten Geräte verbrauchen im Betrieb sehr viel Strom. Auch kurzzeitiges Ausschalten kann sich also bezahlt machen!
  • Kontrast, Helligkeit, Bildschärfe und Farbintensität sind vom Hersteller oft zu hoch eingestellt. Reduziert man diese, hat man mehr Freude am Bild und kann Strom und Kosten sparen.
  • Nicht gebrauchte Funktionen abschalten - wie sich automatisch aktualisierende Programmzeitschriften oder die automatische Bildoptimierung.
  • Stand-by-Betrieb bei einem Fernsehgerät führt nicht nur zu unnötig hohem Stromverbrauch, sondern kann auch ein Sicherheitsrisiko darstellen (Überhitzungs- und Brandgefahr). Übrigens: Versicherungen zahlen NICHT bei einem Zimmerbrand durch nicht ausgeschaltete Geräte.
    Daher sollte das Gerät immer ganz vom Stromnetz genommen werden. Um sicher zu gehen, dass es keinen Strom mehr verbraucht, ist zu empfehlen, dieses an eine Stecker-leiste mit Schalter zu schließen. Dort können auch andere Geräte wie DVD-Player/-Rekorder oder Sat-Receiver angeschlossen, weil diese meistens gar keinen Netzschalter haben.
  • Falls das Ausschalten zu lästig ist, sollte man prüfen, ob der Fernseher die Funktion "Auto-Power-Off" besitzt. Ist sie aktiviert, schaltet er sich nach einer vorgegebenen Zeit aus der Stand-by-Stellung automatisch vom Stromnetz.
    Aber Achtung: Nicht zu verwechseln mit dem Sleep-Timer – dieser versetzt den Fernseher lediglich in den Stand-by-Betrieb, es wird weiter Strom verbraucht.
  • Um herauszufinden, wie viel Strom ein Fernseher wirklich verbraucht, sollte man sich nicht auf die Angaben der Hersteller verlassen, da es zur Zeit (Stand Juni 2009) leider keine Marktübersichten auf Basis der verabschiedeten internationale Norm gibt, die die Messung des Stromverbrauchs von Fernsehern vorschreibt. Informationen finden sich in Heften der Stiftung Warentest über die Verbrauchswerte vergleichbarer Geräte.
  • Der Receiver einer Satellitenschüssel verbraucht je nach Größe und Bauart im Stand-by 175–300 kWh/Jahr. Meist bleibt die Stromversorgung der Antenne auch dann eingeschaltet, wenn der Receiver im Stand-by steht. Nur wenige Receiver schalten die Antenne ganz ab oder bieten zumindest die Möglichkeit dazu. Je nach Gerät empfiehlt sich der Anschluss an eine schaltbare Steckerleiste.
  • Es gibt Vorschaltgeräte für TV- und Audiogeräte, die weiterhin die Bedienung per Fernbedienung ermöglichen, jedoch nach längerer Stand-by-Zeit die Geräte ganz vom Netz nehmen. Da sie selbst einen kleinen Stromverbrauch von etwa 0,5 Watt haben, sind sie nur für ältere Geräte sinnvoll, nicht für neue Geräte mit Stand-by-Werten unter einem Watt.

Stromspartipps beim Neukauf von Unterhaltungselektronik

  • Verbraucher sollten sich für ein Gerät entscheiden, das zu den persönlichen Nutzungsgewohnheiten passt und nur so aufwändig ausgestattet ist wie nötig. So spart man Geld beim Kauf und bei den Stromkosten. Welche Ausstattung von Fernsehgeräten sinnvoll ist, können Verbraucher bei der interaktiven EcoTopTen-Entscheidungshilfe nachschauen (http://www.ecotopten.de/prod_fernsehen_prod_tool2.php).
  • Je größer der Bildschirm, desto weiter sollten Verbraucher für eine gute Bildqualität vom Schirm entfernt sitzen. Es ist also sinnvoll, das Gerät passend zur Raumgröße auszuwählen. Aber aufge¬passt: Sehr große Fernseher sind nicht nur in der Anschaffung teuer, sie verbrauchen auch im Betrieb sehr viel Strom. Dies erhöht die Stromrechnung im Vergleich zu kleineren, effizienteren Geräten leicht um 200 Euro pro Jahr, vielleicht sogar um noch mehr.
  • Das Fernsehgerät sollte mit einem echten Netzschalter ausgestattet sein, um das Gerät ganz vom Stromnetz zu trennen. Gegebenenfalls sollte man nachmessen, ob das Gerät nicht nur im „Schein-Aus“ ist.
  • Mit höherer Auflösung steigt auch der Stromverbrauch. Ein Fernseher mit 100 Hertz braucht 50 bis 100% mehr Strom als ein 50-Hertz-Gerät, bei 70 cm Bildschirmdiagonale entspricht das Mehrkosten von 15 bis 30 Euro jährlich.
  • Die Stand-by-Funktion kann ein unverzichtbarer Komfort bedeuten. Dann sollten Verbraucher jedoch beim Kauf eines neuen Gerätes darauf achten, dass die Stand-by-Leistung unter 1 W liegt.
  • Um sich von der Bildqualität eines Wunschgerätes zu überzeugen, sollten Verbraucher ausführlich Probe sehen. TV-Sendungen, DVDs, bewegte Sportbilder – man muss sich selbst überzeugen, und zwar vor dem Kauf!
  • Viele DVD- und Videogeräte können ganz abgeschaltet werden, ohne die Basis-informationen über die TV-Kanäle, Datum und Uhrzeit zu verlieren, da ein leistungsfähiger Akku integriert ist – dies sollten Verbraucher vor dem Kauf im Fachgeschäft klären.