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Begriffe in der Beleuchtungstechnik

„Lampe“ oder „Leuchte“?

Die Lampe ist eine Lichtquelle. Sie ist der eigentliche Leuchtkörper, mit der das Licht erzeugt wird. Heute werden fast ausschließlich zwei Typen genutzt: elektrische Glühlampen und Leuchtstofflampen.

Die Leuchte ist der Träger der Lampe. Sie hat lichttechnische, optische Funktionen wie zum Beispiel Blendschutz oder Lichtverteilung. Außerdem sollte sie natürlich  ästhetischen Anforderungen und der Architektur genügen.

Beleuchtungsstärke

Basisgröße für die lichttechnische Anlagenplanung ist die jeweils erforderliche Beleuchtungsstärke. Die Beleuchtungsstärke drückt aus, wie viel Licht auf eine Fläche fällt. Sie wird in Lux (lx) gemessen (Lux = Lumen pro Quadratmeter).

An Arbeitsstätten sind je nach Anwendungsfall verschiedene Mindestbeleuchtungsstärken vorgeschrieben. Sie reichen von 50 Lux in Fluren über 200 bis 500 Lux  bei typischen Arbeitsbeleuchtungen bis hin zu 1.500 Lux in der Qualitätskontrolle. Auf der Oberfläche eines OP-Tisches herrscht eine Beleuchtungsstärke zwischen 20.000 und 100.000 Lux.

Lichtausbeute

Die sogenannte Lichtausbeute einer Lampe gibt an, wie viel Licht aus der eingebrachten Energie erzeugt wird. Sie wird berechnet aus dem Verhältnis des Lichtstroms (Lumen) zur elektrischen Leistungsaufnahme (Watt). Je höher der „Lumen pro Watt-Wert“ (lm/W) einer Lampe ist, desto energieeffizienter arbeitet sie. Der Wert ist damit ein Maß für die Wirtschaftlichkeit der Lampe.

Einen Überblick über die Lichtausbeute unterschiedlicher Lampentechnologien gibt folgende Tabelle:

Quelle: Umweltministerium Baden-Württemberg, Stromsparbroschüre für Senioren, September 2008, eigene Angaben

Quelle: Basisinfo Licht und Lampen, www.solid.de, Energieagentur Mittelfranken e.V.

Lichtfarbe

Lichtfarbe ist die spektrale Zusammensetzung von Licht, das von einer Lichtquelle emittiert wird.  Die Farbe des Lichtes kann sich entweder aus diskreten einzelnen Farben je einer bestimmten Wellenlänge, aus einem Gemisch mehrerer Wellenlängen oder Wellenlängenbereiche, oder aus einem kontinuierichen Gemisch von Licht aller Wellenlängen eines bestimmten Spektralbereichs zusammensetzen.

Da blaues Licht zu einer Verringerung der Melatonin-Ausschüttung führt, wirkt dieses sogenannte „kalte Licht“ ermunternd und belebend, während „warmes Licht“ (rötlich) gemütlich und einschläfernd wirkt. In der Lichttherapie wird kaltes Licht gegen Winterdepressionen eingesetzt. Weiterhin verbessert es das 3D-Sehen und die Auge-Hand-Koordination und erhöht die Kontraste. Deshalb eignet sich kälteres Licht (4.000 K bis 8.000 K) für Arbeitsplätze, während für Wohn- und vor allem Schlafräume warmes Licht (≈ 2.700 K) sinnvoll ist. Zu kaltes Licht kann in Schlafräumen zu Schlafproblemen führen.

Außerdem sind Vollspektrum-Tageslicht-Lampen erhältlich, die ein natürliches, tageslichtähnliches Licht (6.500 Kelvin) liefern und als gesundheitsfördernd beworben werden.

Energiesparlampen mit unterschiedlicher Farbtemperatur im Vergleich

Lichtfarbe ist eine Qualitätsbezeichnung, um die Wiedergabe bei technischen Strahlern zu charakterisieren. So werden insbesondere zum Vergleich von Leuchtstofflampen mit herkömmlichen Glühlampen folgende drei Gruppen eingeteilt:

Farbwiedergabe

Das Licht einer Glühlampe hat wie Sonnenlicht ein kontinuierliches Farb-Spektrum. Leuchtstoffröhren (technische Bezeichnung: Gasentladungslampen, allg. gebräuchliche Bezeichnung: Stabröhren und Sparlampen) emittieren dagegen einzelne Spektrallinien, die von den Leuchtstoffen, mit denen die Innenseiten der Glasröhren beschichtet sind, abhängen. Manche Farben sehen unter dem Licht dieser Lampen daher anders aus. Moderne Energiesparlampen erreichen jedoch je nach Modell eine gute bis sehr gute Farbwiedergabe und werden sogar in Museen und Galerien eingesetzt.

Die Qualität der Farbwiedergabe wird durch den Farbwiedergabeindex (Ra) beschrieben. 


Farbwiedergabeindex einiger Lampen (Quelle: Lexikon Licht- und Beleuchtungstechnik. Verlag Technik, Berlin 1989)

Da bei der Festlegung des Farbwiedergabeindex in den 1930er Jahren die Referenzlichtquellen mit 100 und die damals gängigen Leuchtstofflampen (gewissermaßen willkürlich) mit 50 festgesetzt wurden, und der Farbwiedergabeindex keinesfalls ein prozentualer Wert ist, sind auch Farbwiedergabeindizes kleiner 0 möglich.

Eine Lampe mit hohem Ra-Wert allein ist noch nicht ausreichend, um Farben beurteilen zu können. Dazu kommt es außerdem auf die spektrale Verteilung der Lichtquelle an. Zur besseren Beurteilung der Qualität einer Lichtquelle werden neben dem allgemeinen Farbwiedergabeindex Ra oft auch spezielle Farbwiedergabe-Indizes herangezogen, beispielsweise der R9 (gesättigtes Rot), da der allgemeine Farbwiedergabeindex oft kein ausreichendes Kriterium darstellt.