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Geräte mit Leerlaufverlusten im Haushalt

Angenommen ein Fernseher wird täglich vier Stunden genutzt und die restliche Zeit des Tages wartet er im Stand-by-Betrieb, bis er wieder einschaltet wird, so verbraucht das Gerät während dieser Wartezeit rund 70 kWh pro Jahr.

In unseren Haushalten gibt es aber noch viel mehr Geräte, die während der Stillstandszeiten heimlich Strom verbrauchen, z.B. Drucker, Halogenleuchten, die den Spannungs­wandler vor dem Ein-/ Ausschalter haben, Audiogeräte, Handy-Netzteile und anderes mehr.

Geräte im dauerhaften Stand-by-Betrieb. (Quelle: dena, IEE)

Bei den oben aufgelisteten Beispielen wird – je nach Gerät – von einem Stand-by-Betrieb von täglich 20 bis 24 Stunden ausgegangen, an 335 Tagen im Jahr mit einem Strompreis von 20 Cent/kWh.
* Diese Geräte sind 365 Tage im Jahr am Netz.

Überschlägig können die Kosten von Geräten mit Leerlaufverlust folgendermaßen abgeschätzt werden:

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Pro Watt Anschlussleistung verbraucht ein Gerät also eine elektrische Arbeit von 8.760 Wattstunden (Wh) bzw. 8,76 Kilowattstunden (kWh). Bei Stromkosten von 20 Cent pro Kilowattstunden ergeben sich daraus  1,75 Euro Stromkosten pro Jahr.

Merksatz: Eine Anschlussleistung von 1 Watt verursacht 1,75 € Stromkosten pro Jahr

Typische Leerlaufverluste entstehen auch in diesen Bereichen:

  • Warmwasserspeicher werden häufig auf hoher Temperatur gehalten und weisen entsprechende Wärmeverluste auf. Durch eine bessere Wärme­dämmung oder durch eine Steuerung mit einer Zeitschaltuhr können die Verluste bei Untertisch-Kleinwasserspeichern reduziert werden.
  • Kaffeeautomaten sind eine bequeme Angelegenheit, die jedoch auch erhebliche Leerlaufverluste verursachen könne, indem die Geräte in Zeiten in Bereitschaft gehalten werden, in denen kein Kaffee zubereitet wird. Auch hier können Zeitschaltuhren stromsparend eingesetzt werden.
  • Die meisten Faxgeräte werden in ständiger Empfangsbereitschaft gehalten. Um den Strombedarf zu reduzieren gibt es z. B. „intelligente“ Power-Safer-Geräte (für rund 45 Euro im ökologischen Büroversand (z.B. bei www.energiespar-basar.de)), die bei Empfang und Versand eines Faxes sofort zur Verfügung stehen. In der restlichen Zeit sorgt der spezielle Power-Safer dafür, dass das Faxgerät faktisch keinen Stromverbrauch hat, sich aber auch spätestens alle zwölf Stunden kurz hochschaltet, damit keine Daten im Faxgerät verloren gehen.
  • Bei der Betriebsbereitschaft eines Computers unterscheidet man mehrere Stufen der Deaktivierung mit jeweils unterschiedlichem Stromverbrauch:
    -   Verringerung von Systemresourcen (geringere Prozessor-Taktfrequenz, reduzierte Helligkeit bei LCD-Bildschirmen, Abschalten von Festplatten in längeren Zugriffspausen)
    -   Standby-Modus
    -   Sleep-Modus (Ruhezustand)